Tag 2 - Berlin, Berlin, wir feiern in Berlin!
Steffi und ich begannen den Tag mit einem Spaziergang durch Kreuzberg, der am Mauermuseum an der Bernauer Straße endete. Das ist zwar kleiner, als es die historische Bedeutung verdient hat, aber dennoch sehr beeindruckend.
Und eigentlich sehr passend. Denn viel Zeit blieb mir nicht für Bildungsurlaub. Denn um 15 Uhr stand mein nächster Auftritt auf dem Programm: Der Kinderslam im Ballhaus. Rückblickend wohl an Skurillität nicht zu toppen: Da einfach keine Kinder kamen, aqurierte Felix Römer kurzerhand eine Gruppe türkischer Teufelsblagen aus einer Einrichtung gegenüber des Ballhauses, indem er sie mit Ü-Eiern bestach. Wir Slammer bemühten uns aufs Äußerste, diese Bande von Viertelstarken in den Griff zu kriegen.
Diese zeigten sich aber zumeist unbeeindruckt oder überfordert von dem Dargebotenen. Taten sich erschreckenderweise sehr schwer beim Entziffern der Namen auf den Teilnehmerlosen und wussten so gar nicht, was oder wie sie bewerten sollten. Als dann bei meinem Auftritt Tumulte ausbrachen, die gar nichts mit mir zu tun hatten, sondern aus Langeweile geboren waren, brach ich meinen Vortrag ab. Felix wollte die Kinder noch zur Ruhe aufrufen. Ich bat ihn, das nicht zu tun und übergab den Staffelstab an den nächsten. Nach gefühlten drei Stunden, die wir Slammer uns im Hinterhof mit Kastanienweitschießen und Zielwerfen vertrieben, stand dann irgendein Sieger fest. Die Kinder waren mittlerweile bis auf eine Splittergruppe tapferer Mädchen entschwunden. Die Ü-Ei-Vorräte gänzlich geplündert und wir bereit uns erneut dem Ernst des Slam zuzuwenden. Mischas Vorrunde stand an.
Um 18 Uhr begann die im Festsall Kreuzberg. Mit Startplatz 2 gestraft, ging unser Vérollet von diesem Todesurteil entmutigt, aber entschlossen sein Ding zu machen, auf die Bühne. „SLAYER!!!“ hallte es dann fünf Minuten lang durch einen nicht zur Gänze gefüllten Saal. Zu Anfang noch ohne Resonanz. Dann aber, auch weil Mischa sich nicht eine Millisekunde hängen ließ, platzte irgendwann der Knoten und das Publikum registrierte, dass dies ein ganz besonders schönes Stück Slam war. Eines, das sogar Startplatz zwei würde überstehen können. Was es dann auch tat, um es vorwegzunehmen: Die 44 Punkte, die Slayer einbrachte, wurde von keinem der nachfolgenden Slammer mehr getoppt und Mischa ging mit Platz 1 in der Tasche und entsprechend gut gelaunt zur nächsten Vorrunde ins Kato Kreuzberg.
Auf dem Weg dorthin erfuhren wir dann noch, dass Micha-El Goehre seine Vorrunde ebenfalls überstanden hatte. Sulaiman im Team gemeinsam mit Necip ebenso. Toll! Was einen Tag zuvor noch zu einem ostwestfälischen Armageddon zu werden drohte, wurde nun zu einem Selbstläufer.

Huch. So spät!? Weil mir hier beim Bloggen gerade die Zeit davon läuft noch schnell: Auch im Team konnte Mischa gemeinsam mit Marc als Pumpernickel Boys das Halbfinale erreichen. Tobi Kunze gelang das erstaunlicherweise mit einem nach meiner Meinung besten Vorträge des Slam 2007 nicht. Und Robert Gaude hat dem Slam den Krieg erklärt, weil er Christian Kracht kennt und eigentlich in einer anderen Liga spielt. Ich bekomme Angst und sage: Bis morgen!
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Dies hier ist schamlos und komplett von _ben geklaut. Der findet das aber großartig.















