Linktipp der Woche: Der gute Ruthe
Alles private geht bei mir aktuell drunter und drüber, so rein organisatorisch und deshalb gibt es den Linktipp der Woche diesmal erst am Dienstag. Vermutlich ist das auch gar keinem aufgefallen, weil ja sonst keiner meinen Terminkalendar benutzt, der mich am Montag dauernd ansprang: LINKTIPP SCHREIBEN. Vermutlich interessiert das auch gar keinen. Vermutlich ist das nur die Egozentrik des Bloggers. Vermutlich würde hier ein 80er-Jahre-Sponti-Spruch wunderbar hinpassen:
SHIT HAPPENS!
Den hat jedoch schon jemand anderes für sich verbucht: Der gute Ralph Ruthe, Autor, Musiker, Filmemacher und Cartoonist aus Bielefeld:
Ruthe.de - Die Website von Ralph Ruthe
Mein Linktipp in dieser Woche. Warum darum:
Die Begründung der Jury
Wer sich ein wenig mit Comics und Cartoons im speziellen beschäftigt, stolpert bald zwangsläufig über die wunderbar krud' lustigen Cartoons von Ruthe. Und wer sich zudem ein wenig in der Bielefelder Kreativen-Szene tummelt, stolpert ihm womöglich kurz danach leibhaftig in die Arme. Denn Ralph Ruthe tummelt sich - und zwar gerne. Er ist keiner, der sich hinter seinem Zeichentisch und seinem jahrenlangen Erfolg versteckt, sondern jemand, mit dem man bei einem Bier in der Hammer Mühle nette Worte wechseln oder über Comics fachsimpeln kann. Frei von Allüren unterstützt er zudem andere ungefragt in ihrem Schaffen. Mit großem Erfolg. Alleine das würde genügen, ihn zum Linktipp der Woche zu machen.
Auch Cartoonisten waren mal jung
Was ihn aber genau in diesem Moment dazu macht, ist ein weiterer Beweis für seine offene Art: Einmal das Stöckchen Draw yourself as a Teen zugeworfen, ließ er es sich nicht nehmen, dies' zurückzupfeffern. Und so fand ich heute morgen seine Zeichnnung mit folgender Erläuterung in meinem Posteingang:
„Ende der 80er spielten Klamotten und irgendwelche Modetrends für mich so gut wie keine Rolle, deshalb trage ich auf dem Bild auch keine. Sowohl auf der Realschule als auch auf der höheren Handelsschule fühlte ich mich mit meinen Interessen und meinem fröhlichen Gemüt meist ein bisschen wie ein Alien. Mit meinen Klassenkameraden kam ich zwar gut zurecht, aber da ich kein Mitglied in irgendeinem Sportverein war oder Interesse an melancholischer gitarrenlastiger Musik hatte wurde ich wohl doch immer ein wenig für seltsam befunden. Mein Hauptinteresse galt vor allem Comics. Comics, Comics, Comics. Ich würde sogar sagen: AUSSCHLIESSLICH! Wäre da nicht . . . ja . . . wäre da nicht noch Kylie Minogue gewesen. Weniger aus musikalischen Gründen. Da brannte ich mehr für die Anfänge von Hip Hop und House Music aus Detroit. Es war für mich auf keinen Fall eine schreckliche Zeit. Aber ich bin dankbar für jeden Tag, den ich in Volljährigkeit verbringen durfte. Ab da wurd einfach alles vielviel besser.“ Ralph Ruthe

(Foto: www.wolfgangholm.de)
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Was für ein gut getroffenes Selbstbildnis! :)
Dies hier ist schamlos und komplett von _ben geklaut. Der findet das aber großartig.














